Nepal – rund um den Manaslu und den Daulagiri

 

Nepal, ein weit von Tirol entferntes Land, beherrschte noch vor wenigen Wochen die Nachrichtensendungen. Zwei fürchterliche Erdbeben kosteten tausenden von Menschen das Leben und brachten Not und Elend. Dem Hilferuf des Jugendrotkreuzes folgten auch viele Kössener SchülerInnen und füllten die Spendenbox vor dem Konferenzzimmer. Aber wie sieht es in Nepal aus und wie leben die Menschen dort? Das wollten einige genauer wissen. 

Nothegger Thomas, ein leidenschaftlicher Kössener Bergwanderer, schilderte den interessierten SchülerInnen seine Eindrücke auf einer Trekking-Tour vor den großen Erdbeben in Nepal.

Seine Tour rund um dem Daulagiri und Manaslu beginnt in der Hauptstadt Nepals, Kathmandu. In den Straßen der Millionenstadt herrscht ein reges Treiben. Gehandelt und gekocht wird unter freiem Himmel. Buddisten und Hinduisten leben friedlich nebeneinander – Nepalesen sind sehr gläubig und leben streng nach ihrer Religion. Schulkinder in ihren Uniformen strömen in die Schulen – eine gute Ausbildung ist ein wichtiges Ziel, um beruflich weiterzukommen. Auf dem Land verläuft das Leben viel bescheidener. Die Arbeit ist sehr hart, die Arbeitsgeräte meist sehr einfach. Trotzdem sind die Ergebnisse handwerklich sauber und schön anzusehen. Auf den Straßen Nepals gestaltet sich die Fahrt in einem einfachen Bus abenteuerlich. Die meiste Zeit aber geht man zu Fuß. Auf steinigen, steilen Wegen, über schwindelerregende Brücken wird das gesamte Gepäck getragen. In den hintersten Tälern leben die Menschen abgeschieden – in einfachen, aber meist gemütlichen Hütten sind Mensch und Tier untergebracht. Das Yak ist Lebensgrundlage, alles wird verwertet, vom Kot als Brennmaterial bis hin zum Fell. Im Winter ist man meist durch die hohe Schneelage abgeschnitten von der Umwelt, die Stromversorgung fällt oft aus, auch die Wasserversorgung ist schlecht. Wäsche wird im Dorfbrunnen oder am Fluss gewaschen. Thomas Nothegger bestieg den Mera Peak (6.475 m) und zeigte atemberaubende Bilder von diesem Berg, vom Manaslu, dem Daulagiri und dem Everestmassiv. Er berichtete den SchülerInnen, wie es ist, sich in solchen Höhen ohne Sauerstoffversorgung zu bewegen (langsame, kleine Schritte) und welche Ausrüstung in den kalten Höhenlagen über 4.000 Meter notwendig ist.

Seine Schilderungen vom Nepal und dessen bescheidenen, lebensfrohen Bewohnern hinterließen bei den Zuhörern – LehrerInnen wie SchülerInnen – einen nachhaltigen Eindruck.

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Fotoquelle: 
Thomas Nothegger
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